Kroatiska Nazister WWII
- Mathias Forsberg
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- Blev medlem: 28 mars 2002, 15:09
- Ort: Stockholm
NSDAP:s definition av arier som raspolitisk term tycks vara ganska så godtycklig, då vissa slaviska folk betraktades som undermänniskor, såsom Polacker och Ryssar, samtidigt som sydslaver som kroaterna betraktades som arier. Generellt sett kan man väl säga att arier betyder "vit", rätt och slätt, och inte gör skillnad på olika nationaliteter eller underraser. De tyska nationalsocialisterna ansåg inte bara att den dinariska rasen, som till stora delar utgör Kroatiens befolkning(och större delen av Balkan), var arisk, utan också den mest högtstående efter den nordiska.Messenger skrev:Jo jag är medveten om det men sammtidigt verkar det som om Kroaterna hade något gemensamt med Tyskarna och dess folk (kanske pga deras gemenskap tidigare med Österrike-Ungern). Varför ställde så många Kroater upp och åkte ända till Stalingrad för att slåss frivilligt??
De måste ha trott på något eller?
Och det här koncentrationslägret Jasenovac som hittades i Kroatien där man avrättade judar, zigenare, serber osv var det Kroaternas idé
Den här Ustasa rörelsen leddes av Ante Pavelic, vad hände med honom? Någon som kan svara på det?
"Enligt den nazistiska rasläran definierades kroaterna som arier. Kroaterna själva gjorde inga större försök att definiera den kroatiska folkgruppen men talade om den kroatiska rasen"
Det här tycker jag är väldigt intressant eftersom jag ofta läst att Nazisterna ansåg Kroaterna vara arier. Var det så? Ansåg och anser Kroaterna sig vara arier?
-
veet Besseren
- Utsparkad
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- Blev medlem: 28 februari 2003, 22:16
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- Andreas Wien
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- Blev medlem: 23 mars 2002, 19:09
- Ort: Wien, Österrike
Hittade lite information över Sakic och Ustasa. Tyvärr pa tyska.
Kroatische Justiz setzt sich mit dem Erbe der Ustascha auseinander:
Dinko Sakic zu 20 Jahren Haft verurteilt
Dinko Sakic, Lagerkommandant von Jasenovac, wurde am Montag mittags zur Höchststrafe von 20 Jahren Haft verurteilt. Der 76-jährige, der bereits lange Jahre unbehelligt in Argentinien lebte, wurde am 18.Juni 1998 nach Kroatien ausgeliefert. Am 5. März 1999 begann in Zagreb das Verfahren, das eines der letzten Kriegsverbrecherprozesse über die Täter des 2. Weltkrieges sein könnte.
"So ein Verfahren ist auch eine Warnung an die Kriegsverbrecher von heute, daß selbst nach mehr als 50 Jahren keine Straffreiheit zu erwarten ist" sagte Eli Rosenbaum, Leiter des Office of Special Investigation in Washington.
Der Prozess gegen den Kommandanten von KZ Jasenovac wurde auf beispielhafte Art und streng vom Richter Tripalo geführt. Mehrmals wurde der Angeklagte ermahnt, als er im Gericht ungebührliches Benehmen an den Tag legte. In der Anklageschrift und in Zeugenaussagen wurden die Verbrechen des NHD, des Ustasha Regimes zwischen 1941-1945 an die Öffentlichkeit gebracht.
Um die Opferzahl in Jasenovac gibt es immer wieder weit voneinander abweichende Angaben. Während Nationalisten wie Vuk Draskovic in Belgrad Zahlen zwischen 700.000 und 1.2 Millionen nennen, dürfte neuesten Erkenntnissen zufolge die Opferzahl bei etwa 85.000 liegen. Davon dürften nach Angaben des Historikers Slavko Goldstein etwa 30.000 Serben, 15.000 Juden , 20.000 Roma, sowie 20.000 kroatische Oppositionelle sein.
Das vorliegende Urteil gibt der in Zagreb regierenden HDZ des Präsidenten Franjo Tudjman Gelegenheit, sich unzweideutig vom Erbe der Faschisten zu distanzieren.
Der Historiker Tudjman hatte immer wieder durch relativ anzweifelbaren Umgang mit Opferzahlen Aufsehen erregt. In seinem Buch, dessen englischer Text (nicht der kroatische!!) inzwischen geändert wurde, wollte Tudjman die Opferzahlen des "Auschwitz des Balkans" mit 30.000 ermordeten limitieren.
Der Leiter des Wiesenthal Centers in Jerusalem Efraim Zuroff begrüsste in einer Pressekonferenz (Pressemitteilung Wiesenthal Center) in Zagreb das Urteil. "Solche Prozesse sind für eine Gesellschaft von enormer pädagogischer Bedeutung" sagte Dr. Zuroff dem Autor. Zuroff verlangte wiederholt die Anklage gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ivo Rojnica.
Die kroatische Justiz hat ein wichtiges Zeichen gesetzt. Im Dezember sollen in Kroatien Wahlen stattfinden. Politische Beobachter sehen im Urteil auch einen Akkord im Schwanengesang der regierenden HDZ, die lange von Ustascha -Sympathisanten finanziell unterstützt wurde.
"Es ist ein großer Tag für die Gerechtigkeit, für die Opfer der Shoah und für Kroatien" sagte der Leiter des Wiesenthal Centers in Jerusalem Efraim Zuroff der JR, während sich vor dem Gerichtsgebäude Anhänger des nunmehr verurteilten Kriegsverbrechers Sakic, sammelten und lautstark ihr Unmut über das Gerichtsurteil äußerten. Die Vereteidigung hat 15 Tage Frist, Berufung einzulegen. "Die Urteilsschrift sollte Unterrichtsstoff in den Schulen in Kroatien werden" meinte Efraim Zuroff.
Källa: http://www.hagalil.com
Freiheit für den Kameraden
In Kroatien steht ein ehemaliger KZ-Kommandant vor Gericht. Ustascha-Anhänger und Präsident Tudjman setzen sich für ihn ein. Könnte man in Wien oder in Berlin die Memoiren eines hohen SS-Führers feierlich präsentieren? Wohl kaum. In Zagreb ist das kein Problem: 1999 wurde bereits der zweite Band der Memoiren des Ustascha-Führers Ante Pavelic vorgestellt. Pavelic war von 1941 bis 1945 Führer des klerikal-faschistischen Regimes. Ihm zu Ehren liest Vjekoslav Lasic, ein Dominikanerpater aus Zagreb, zweimal im Jahr in der Uniform der Ustascha, eine Messe - ohne von seiner Kirche diszipliniert zu werden.
Im Mai 1999 gingen Ustascha-Anhänger unter der Führung von Lasic in Zagreb mit Steinen und Stöcken gegen eine antifaschistische Demonstration vor, die an den Sieg über die Nazis erinnern sollte. Unter den Augen der Polizei wurden einige Teilnehmer blutig geschlagen und aufgefordert, "nach Serbien zu gehen". Am lautesten aber waren die Rufe: "Es lebe Dinko Sakic!"
Am 15. März begann in Zagreb der Prozeß gegen Dinko Sakic, der von 1942 bis Ende 1944 im KZ Jasenovac, zuletzt als Kommandant, tätig war. Das KZ Jasenovac ist ein Inbegriff für die Verbrechen des Ustascha-Regimes; es war ein Vernichtungslager, in dem Hunderttausende Menschen umgebracht wurden.
Sakic trat 1942 der Ustascha-Sicherheitspolizei bei, machte schnell Karriere und wurde stellvertretender Kommandant der KZ Stara Gradiska und Jasenovac, wo er 1944 sogar Kommandant werden konnte. Wie viele kroatische Täter konnte auch Sakic 1945 mit Hilfe des katholischer Klerus nach Argentinien fliehen, wo er bis 1998 lebte. 1994 besuchte Kroatiens Präsident Franjo Tudjman Argentinien und empfing auch den ehemaligen KZ-Kommandanten.
Sakic erklärte damals in einem Interview: "Es tut mir leid, daß wir nicht alles, was uns zugeschrieben wird, getan haben, denn hätten wir das damals getan, hätte Kroatien heute keine Probleme, niemand könnte Lügengeschichten schreiben." Darüber hinaus habe es in Jasenovac keine Massenmorde gegeben; die "Sterblichkeit war natürlich und normal". Und weiter: "Wenn wir Erschießungen vornahmen, geschah das immer aufgrund von Gesetzen. Ich sage Ihnen, daß der Rechtsstaat funktionierte." Reue jedenfalls zeigte Sakic nicht: "Ich bin stolz auf alles, was ich getan habe. Würde mir heute die Möglichkeit geboten, in dasselbe Amt zu gelangen, würde ich es annehmen!"
In Kroatien reagierte damals keine offizielle Stelle auf dieses Interview; erst nachdem Sakic dem argentinischen Fernsehen ein Interview gab und seine Aussagen wiederholte, wonach im KZ Jasenovac niemand getötet oder gefoltert worden sei, verlangte Argentiniens Präsident Carlos Menem einen Haftbefehl gegen Sakic.
Damit geriet Kroatien in Zugzwang. Um der zunehmenden internationalen Kritik zu begegnen, wurde gegen Sakic in Kroatien Anklage erhoben. Allerdings beabsichtigt Kroatien, auch ehemalige Partisanen vor Gericht zu stellen, weil diese während des Zweiten Weltkrieges und danach Mitglieder der Ustascha getötet hatten.
Efraim Zuroff, Leiter des Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, der den Sakic-Prozeß in Zagreb beobachtet, wurde Zeuge von antisemitischen Vorfällen im Gerichtsgebäude, nachdem Sakic erklärt hatte: "Ich fühle mich in jedem einzelnen Anklagepunkt absolut unschuldig." Jeden Tag kämen Dutzende Faschisten in den Gerichtssaal, um ihre Sympathie mit dem Angeklagten auszudrücken und Zeugen einzuschüchtern, so Zuroff. In Gegenwart der Zagreber Polizei würden Flugblätter der "Neuen kroatischen Rechten" verteilt, in denen die Verbrechen der Ustascha geleugnet und "Freiheit für den Kameraden Dinko Sakic" gefordert wird.
Die meisten der 30 Zeugen, die Jasenovac überlebten, haben ausgesagt, sie hätten Sakic niemals gesehen, oder wollten sich nur daran erinnern, daß dieser immer eine saubere Uniform und Stiefel getragen habe. Einige Zeugen, die aus Belgrad hätten kommen müssen, fürchteten um ihr Leben und verzichteten auf die Reise nach Zagreb.
Diejenigen, die es trotzdem gewagt haben auszusagen, begaben sich in Lebensgefahr. "Ein Polizist sagte mir, ich sollte mich schämen, daß ich einen Kroaten mit Dreck bewerfe", sagte Simo Klaic der Nachrichtenagentur Reuters. Klaic wurde als kroatischer Kommunist zu Zwangsarbeit im KZ Jasenovac verurteilt. Er erinnerte sich im Gerichtssaal an die Massenmorde und daran, daß man bereits 1942 Kinder mit Giftgas ermordet hatte. Auch Mirjana Radman, die im Sommer 1942 als Zehnjährige nach Jasenovac deportiert wurde, erinnert sich daran. Nachdem ihre Angehörigen ihre kroatische Abstammung beweisen konnten, wurde sie aus dem KZ entlassen.
Auffällig ist, daß Staatspräsident Franjo Tudjman, ein ehemaliger Partisan und Kommunist, beim Verharmlosen der Ustascha-Verbrechen eine führende Rolle spielt. Bereits 1993 veröffentlichte er auch in deutscher Sprache sein revisionistisches Buch "Irrwege der Geschichtswirklichkeit", in dem er die Ustascha zu rehabilitieren versuchte. So schreibt Tudjman: "Ich bin seit langem zu der Erkenntnis gekommen, daß die aufgeblähte Darstellung der Ustascha-Verbrechen von bestimmten Leuten bewußt vorangetrieben wurde, die dafür ihre besonderen Gründe hatten."
Die 1929 gegründete Ustascha hatte Elemente der NS-Ideologie übernommen, vor allem soweit sie sich auf die Juden bezogen. Hitlers Entschluß im April 1941, in einem Teil Jugoslawiens einen kroatischen Satellitenstaat zu schaffen und diesen von der Ustascha regieren zu lassen, brachte Pavelic und seine Organisation an die Macht.
Die Folge: vier Jahre Massenmorde an Serben, Juden und Roma. Dennoch erklärte Präsident Tudjman unlängst: "Der Prozeß wird mit großer Wahrscheinlichkeit beweisen, daß die von den Kommunisten genannten Zahlen der Opfer falsch sind. In Jasenovac hat man nicht mehr als 40 000 Menschen getötet und in allen kroatischen Internierungslagern nicht mehr als 60 000. Wenn der Prozeß gut geführt wird, dann wird diese Wahrheit bestätigt."
Der Prozeß gegen Dinko Sakic soll im Juli zu Ende gehen. Zwar ist möglich, daß man ihn verurteilen wird; jedoch ist damit zu rechnen, daß Tudjman ihn anschließend amnestiert. Anlaß: das nahende zehnjährige Jubiläum der Gründung des kroatischen Staates.
Karl Pfeifer, Zagreb
Källa: http://www.nadir.org / 16. Juni 1999
Intressant läsning...
Mvh Andreas Wien
Kroatische Justiz setzt sich mit dem Erbe der Ustascha auseinander:
Dinko Sakic zu 20 Jahren Haft verurteilt
Dinko Sakic, Lagerkommandant von Jasenovac, wurde am Montag mittags zur Höchststrafe von 20 Jahren Haft verurteilt. Der 76-jährige, der bereits lange Jahre unbehelligt in Argentinien lebte, wurde am 18.Juni 1998 nach Kroatien ausgeliefert. Am 5. März 1999 begann in Zagreb das Verfahren, das eines der letzten Kriegsverbrecherprozesse über die Täter des 2. Weltkrieges sein könnte.
"So ein Verfahren ist auch eine Warnung an die Kriegsverbrecher von heute, daß selbst nach mehr als 50 Jahren keine Straffreiheit zu erwarten ist" sagte Eli Rosenbaum, Leiter des Office of Special Investigation in Washington.
Der Prozess gegen den Kommandanten von KZ Jasenovac wurde auf beispielhafte Art und streng vom Richter Tripalo geführt. Mehrmals wurde der Angeklagte ermahnt, als er im Gericht ungebührliches Benehmen an den Tag legte. In der Anklageschrift und in Zeugenaussagen wurden die Verbrechen des NHD, des Ustasha Regimes zwischen 1941-1945 an die Öffentlichkeit gebracht.
Um die Opferzahl in Jasenovac gibt es immer wieder weit voneinander abweichende Angaben. Während Nationalisten wie Vuk Draskovic in Belgrad Zahlen zwischen 700.000 und 1.2 Millionen nennen, dürfte neuesten Erkenntnissen zufolge die Opferzahl bei etwa 85.000 liegen. Davon dürften nach Angaben des Historikers Slavko Goldstein etwa 30.000 Serben, 15.000 Juden , 20.000 Roma, sowie 20.000 kroatische Oppositionelle sein.
Das vorliegende Urteil gibt der in Zagreb regierenden HDZ des Präsidenten Franjo Tudjman Gelegenheit, sich unzweideutig vom Erbe der Faschisten zu distanzieren.
Der Historiker Tudjman hatte immer wieder durch relativ anzweifelbaren Umgang mit Opferzahlen Aufsehen erregt. In seinem Buch, dessen englischer Text (nicht der kroatische!!) inzwischen geändert wurde, wollte Tudjman die Opferzahlen des "Auschwitz des Balkans" mit 30.000 ermordeten limitieren.
Der Leiter des Wiesenthal Centers in Jerusalem Efraim Zuroff begrüsste in einer Pressekonferenz (Pressemitteilung Wiesenthal Center) in Zagreb das Urteil. "Solche Prozesse sind für eine Gesellschaft von enormer pädagogischer Bedeutung" sagte Dr. Zuroff dem Autor. Zuroff verlangte wiederholt die Anklage gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ivo Rojnica.
Die kroatische Justiz hat ein wichtiges Zeichen gesetzt. Im Dezember sollen in Kroatien Wahlen stattfinden. Politische Beobachter sehen im Urteil auch einen Akkord im Schwanengesang der regierenden HDZ, die lange von Ustascha -Sympathisanten finanziell unterstützt wurde.
"Es ist ein großer Tag für die Gerechtigkeit, für die Opfer der Shoah und für Kroatien" sagte der Leiter des Wiesenthal Centers in Jerusalem Efraim Zuroff der JR, während sich vor dem Gerichtsgebäude Anhänger des nunmehr verurteilten Kriegsverbrechers Sakic, sammelten und lautstark ihr Unmut über das Gerichtsurteil äußerten. Die Vereteidigung hat 15 Tage Frist, Berufung einzulegen. "Die Urteilsschrift sollte Unterrichtsstoff in den Schulen in Kroatien werden" meinte Efraim Zuroff.
Källa: http://www.hagalil.com
Freiheit für den Kameraden
In Kroatien steht ein ehemaliger KZ-Kommandant vor Gericht. Ustascha-Anhänger und Präsident Tudjman setzen sich für ihn ein. Könnte man in Wien oder in Berlin die Memoiren eines hohen SS-Führers feierlich präsentieren? Wohl kaum. In Zagreb ist das kein Problem: 1999 wurde bereits der zweite Band der Memoiren des Ustascha-Führers Ante Pavelic vorgestellt. Pavelic war von 1941 bis 1945 Führer des klerikal-faschistischen Regimes. Ihm zu Ehren liest Vjekoslav Lasic, ein Dominikanerpater aus Zagreb, zweimal im Jahr in der Uniform der Ustascha, eine Messe - ohne von seiner Kirche diszipliniert zu werden.
Im Mai 1999 gingen Ustascha-Anhänger unter der Führung von Lasic in Zagreb mit Steinen und Stöcken gegen eine antifaschistische Demonstration vor, die an den Sieg über die Nazis erinnern sollte. Unter den Augen der Polizei wurden einige Teilnehmer blutig geschlagen und aufgefordert, "nach Serbien zu gehen". Am lautesten aber waren die Rufe: "Es lebe Dinko Sakic!"
Am 15. März begann in Zagreb der Prozeß gegen Dinko Sakic, der von 1942 bis Ende 1944 im KZ Jasenovac, zuletzt als Kommandant, tätig war. Das KZ Jasenovac ist ein Inbegriff für die Verbrechen des Ustascha-Regimes; es war ein Vernichtungslager, in dem Hunderttausende Menschen umgebracht wurden.
Sakic trat 1942 der Ustascha-Sicherheitspolizei bei, machte schnell Karriere und wurde stellvertretender Kommandant der KZ Stara Gradiska und Jasenovac, wo er 1944 sogar Kommandant werden konnte. Wie viele kroatische Täter konnte auch Sakic 1945 mit Hilfe des katholischer Klerus nach Argentinien fliehen, wo er bis 1998 lebte. 1994 besuchte Kroatiens Präsident Franjo Tudjman Argentinien und empfing auch den ehemaligen KZ-Kommandanten.
Sakic erklärte damals in einem Interview: "Es tut mir leid, daß wir nicht alles, was uns zugeschrieben wird, getan haben, denn hätten wir das damals getan, hätte Kroatien heute keine Probleme, niemand könnte Lügengeschichten schreiben." Darüber hinaus habe es in Jasenovac keine Massenmorde gegeben; die "Sterblichkeit war natürlich und normal". Und weiter: "Wenn wir Erschießungen vornahmen, geschah das immer aufgrund von Gesetzen. Ich sage Ihnen, daß der Rechtsstaat funktionierte." Reue jedenfalls zeigte Sakic nicht: "Ich bin stolz auf alles, was ich getan habe. Würde mir heute die Möglichkeit geboten, in dasselbe Amt zu gelangen, würde ich es annehmen!"
In Kroatien reagierte damals keine offizielle Stelle auf dieses Interview; erst nachdem Sakic dem argentinischen Fernsehen ein Interview gab und seine Aussagen wiederholte, wonach im KZ Jasenovac niemand getötet oder gefoltert worden sei, verlangte Argentiniens Präsident Carlos Menem einen Haftbefehl gegen Sakic.
Damit geriet Kroatien in Zugzwang. Um der zunehmenden internationalen Kritik zu begegnen, wurde gegen Sakic in Kroatien Anklage erhoben. Allerdings beabsichtigt Kroatien, auch ehemalige Partisanen vor Gericht zu stellen, weil diese während des Zweiten Weltkrieges und danach Mitglieder der Ustascha getötet hatten.
Efraim Zuroff, Leiter des Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, der den Sakic-Prozeß in Zagreb beobachtet, wurde Zeuge von antisemitischen Vorfällen im Gerichtsgebäude, nachdem Sakic erklärt hatte: "Ich fühle mich in jedem einzelnen Anklagepunkt absolut unschuldig." Jeden Tag kämen Dutzende Faschisten in den Gerichtssaal, um ihre Sympathie mit dem Angeklagten auszudrücken und Zeugen einzuschüchtern, so Zuroff. In Gegenwart der Zagreber Polizei würden Flugblätter der "Neuen kroatischen Rechten" verteilt, in denen die Verbrechen der Ustascha geleugnet und "Freiheit für den Kameraden Dinko Sakic" gefordert wird.
Die meisten der 30 Zeugen, die Jasenovac überlebten, haben ausgesagt, sie hätten Sakic niemals gesehen, oder wollten sich nur daran erinnern, daß dieser immer eine saubere Uniform und Stiefel getragen habe. Einige Zeugen, die aus Belgrad hätten kommen müssen, fürchteten um ihr Leben und verzichteten auf die Reise nach Zagreb.
Diejenigen, die es trotzdem gewagt haben auszusagen, begaben sich in Lebensgefahr. "Ein Polizist sagte mir, ich sollte mich schämen, daß ich einen Kroaten mit Dreck bewerfe", sagte Simo Klaic der Nachrichtenagentur Reuters. Klaic wurde als kroatischer Kommunist zu Zwangsarbeit im KZ Jasenovac verurteilt. Er erinnerte sich im Gerichtssaal an die Massenmorde und daran, daß man bereits 1942 Kinder mit Giftgas ermordet hatte. Auch Mirjana Radman, die im Sommer 1942 als Zehnjährige nach Jasenovac deportiert wurde, erinnert sich daran. Nachdem ihre Angehörigen ihre kroatische Abstammung beweisen konnten, wurde sie aus dem KZ entlassen.
Auffällig ist, daß Staatspräsident Franjo Tudjman, ein ehemaliger Partisan und Kommunist, beim Verharmlosen der Ustascha-Verbrechen eine führende Rolle spielt. Bereits 1993 veröffentlichte er auch in deutscher Sprache sein revisionistisches Buch "Irrwege der Geschichtswirklichkeit", in dem er die Ustascha zu rehabilitieren versuchte. So schreibt Tudjman: "Ich bin seit langem zu der Erkenntnis gekommen, daß die aufgeblähte Darstellung der Ustascha-Verbrechen von bestimmten Leuten bewußt vorangetrieben wurde, die dafür ihre besonderen Gründe hatten."
Die 1929 gegründete Ustascha hatte Elemente der NS-Ideologie übernommen, vor allem soweit sie sich auf die Juden bezogen. Hitlers Entschluß im April 1941, in einem Teil Jugoslawiens einen kroatischen Satellitenstaat zu schaffen und diesen von der Ustascha regieren zu lassen, brachte Pavelic und seine Organisation an die Macht.
Die Folge: vier Jahre Massenmorde an Serben, Juden und Roma. Dennoch erklärte Präsident Tudjman unlängst: "Der Prozeß wird mit großer Wahrscheinlichkeit beweisen, daß die von den Kommunisten genannten Zahlen der Opfer falsch sind. In Jasenovac hat man nicht mehr als 40 000 Menschen getötet und in allen kroatischen Internierungslagern nicht mehr als 60 000. Wenn der Prozeß gut geführt wird, dann wird diese Wahrheit bestätigt."
Der Prozeß gegen Dinko Sakic soll im Juli zu Ende gehen. Zwar ist möglich, daß man ihn verurteilen wird; jedoch ist damit zu rechnen, daß Tudjman ihn anschließend amnestiert. Anlaß: das nahende zehnjährige Jubiläum der Gründung des kroatischen Staates.
Karl Pfeifer, Zagreb
Källa: http://www.nadir.org / 16. Juni 1999
Intressant läsning...
Mvh Andreas Wien
- Andreas Wien
- Medlem
- Inlägg: 758
- Blev medlem: 23 mars 2002, 19:09
- Ort: Wien, Österrike
- Andreas Wien
- Medlem
- Inlägg: 758
- Blev medlem: 23 mars 2002, 19:09
- Ort: Wien, Österrike
Andras Wien:
Har för mig att enligt myten så skall Kroaterna ha vunnit ett landområde (Istrien?) av Italienarna långt långt tillbaka i tiden genom ett schackparti men jag är inte helt säker på detta. Sedan skall tydligen den rödvita schackbrädan börjat ha användas av kroatiska nationalister.
Tack för texten även fast den var på tyska! Intressant av det jag förstod
Har för mig att enligt myten så skall Kroaterna ha vunnit ett landområde (Istrien?) av Italienarna långt långt tillbaka i tiden genom ett schackparti men jag är inte helt säker på detta. Sedan skall tydligen den rödvita schackbrädan börjat ha användas av kroatiska nationalister.
Tack för texten även fast den var på tyska! Intressant av det jag förstod
- Andreas Wien
- Medlem
- Inlägg: 758
- Blev medlem: 23 mars 2002, 19:09
- Ort: Wien, Österrike
Han gömde sig i Argentina fram till juni 1998, da han blev utlämnad till Kroatien och blev 1999 dömd till 20 ars fängelse, under stora protester.
Andreas Wien: I texten framgår att han gömde/gömmer sig i Argentina osv. Eftersom min tyska inte är helt perfekt så undrar jag, lever han?
Kroatiens ex-president Tudjman, som hade blivit en stor beundrare av Sakic, besökte honom tom en gang i Argentina.
Intressant är att de "brakar" om antalet döda i kroatiens koncentrationsläger. Siffrorna pendlar mellan 30 000 (Sakic anhängare inkl. Tudjman) och 1 200 000 döda (dess motstandare).
Tudjam har även gett ut en bok (1993) som försvarar Ustasarörelsen. Märkligt, med tanke pa att han var kommunist i sin ungdom. Han verkar ha ändrat inställning i fragan efter kriget med Serbien.
Fotnot: Tudjman avled 10 december 1999. Sakic lever fortfarande.
Mvh Andreas Wien
- Andreas Wien
- Medlem
- Inlägg: 758
- Blev medlem: 23 mars 2002, 19:09
- Ort: Wien, Österrike
Kroatiens fotbollslandslag använder sig av en tröja som har det röd-vita schackmönstret, därav min fraga.Har för mig att enligt myten så skall Kroaterna ha vunnit ett landområde (Istrien?) av Italienarna långt långt tillbaka i tiden genom ett schackparti men jag är inte helt säker på detta. Sedan skall tydligen den rödvita schackbrädan börjat ha användas av kroatiska nationalister.
Mvh Andreas Wien
Oj oj Andreas Wien mycket facinerande och intressant läsning!
Vet man hur många som avrättades i Jasenovac? Finns det någon officell siffra? Vet du var Sakic sitter fängslad? Vad sa omvärlden när Kroatiens president Tudman försvarade en nazist!? Kroatien har jag för mig hade ett ganska stort stöd. Många frågor jag vet men jag törstar efter kunskap
Vet man hur många som avrättades i Jasenovac? Finns det någon officell siffra? Vet du var Sakic sitter fängslad? Vad sa omvärlden när Kroatiens president Tudman försvarade en nazist!? Kroatien har jag för mig hade ett ganska stort stöd. Många frågor jag vet men jag törstar efter kunskap
